4x4-Raid Iriki Foum Zguid Marokko: Abgelegene Wustenstrecke von Umnya | Umnya
Die Strecke
Die meisten Fahrzeuge, die M’Hamid verlassen, drehen am Erg Chegaga um. Die Iriki-Foum Zguid-Piste setzt sich nach Westen, dann nach Suden fort, durch einen Abschnitt der marokkanischen Sahara, der kaum auslandischen Verkehr sieht. Sie endet — oder beginnt, je nach Fahrtrichtung — in Foum Zguid, einer Wustenstadt in der Provinz Tata, wo die asphaltierte Strasse aufhort und die meisten Reisenden nie daran gedacht haben hinzugehen.
Der Raid beginnt vom Camp Umnya, 40 Kilometer westlich von M’Hamid, in dieses leere Viertel hinein.
Tag 1: Umnya zum Iriki
Konvoi-Abfahrt nach dem Fruhstuck. Der erste Abschnitt uberquert den Hamada sudlich des Camps: flach, felsig, schnell. Gegen Mittag erreicht man den Iriki-Rand, und die Landschaft andert sich vollstandig. Die Salzkruste beginnt: weiss, hart, in polygonale Platten gebrochen. Man fahrt auf den See. Der Horizont verschwindet. Es gibt nichts in irgendeiner Richtung ausser weissem Boden und blauem Himmel.
Mittagessen auf dem See. Der Koch hat im Schatten der Fahrzeuge aufgebaut. Die Oberflache reflektiert Warme und Licht anders als alles andere.
Biwak an diesem Abend am Sudufer: Zelte, Feuer, Abendessen unter dem klarsten Himmel, den die meisten Gaste je gesehen haben.
Tag 2: Iriki-Uberquerung und westliche Pisten
Die vollstandige Uberquerung des Iriki dauert je nach Bedingungen mehrere Stunden. Der Fuhrer liest die Oberflache — die Krustensdicke variiert, manche Abschnitte sind hartes als andere. Die Regel lautet: im Konvoi bleiben und Abstand halten.
Westlich des Iriki wechselt das Gelande wieder zu Hamada, aber anderen Charakters: niedriger, alter, ockerfarben statt grau. Die Pisten sind hier schwach. Der Fuhrer kennt sie auswendig.
Mittagessen im Gelande. Lager an einem fur Schutz und Sternenhimmel ausgewahlten Ort.
Tag 3: Foum Zguid
Die Ankunft in Foum Zguid ist der Moment, in dem der Raid konkret wird. Eine echte Stadt, eine asphaltierte Strasse, Menschen, die selten auslandische Fahrzeuge aus der Wustenrichtung ankommen sehen. Tee wird in einem lokalen Cafe genommen. Der Fuhrer begrusst Menschen, die er kennt.
Die Ruckstrecke ist nie dieselbe wie die Hinstrecke. Andere Pisten, andere Lichtwinkel, anderes Gelande. Der Fuhrer wahlt je nach Bedingungen und Zeit.
Erweiterungen (Tage 4-7)
Der Anti-Atlas im Norden bietet drei zusatzliche Tage: die Palmengarten von Tata, die Akka-Felszeichnungen (einige der altesten Nordafrikas), und hohe Wustenpasse zwischen den Atlasketten vor der Ruckkehr nach Umnya. Diese Erweiterungen sind auf Anfrage verfugbar und werden individuell geplant.
Was das Fahren der Piste erfordert
Kein Wettbewerbsfuhrerschein. Keine speziellen Fahrzeugmodifikationen uber die Standard-4x4-Fahigkeit hinaus. Fortgeschrittene Anfanger-Gelandeerfahrung ist hilfreich — der Fuhrer setzt Tempo und Linie, und weniger erfahrene Fahrer folgen — aber der Raid wurde auch von Fahrern abgeschlossen, die nie Asphaltstrassen verlassen hatten.
Erforderlich: ein 4x4-Fahrzeug in gutem mechanischem Zustand (hohe Bodenfreiheit bevorzugt), oder ein Mietwagen uber unsere Partner. Vollstandiges Sicherheitsbriefing bei der Abfahrt.
Fur wen
Der Iriki-Foum Zguid-Raid ist fur Menschen, die irgendwo hinfahren wollen, das genuinen schwer zu erreichen ist. Nicht weil das Gelande extrem ist, sondern weil fast niemand hierher kommt, keine Infrastruktur vorhanden ist, und die Abstande zwischen jeder Form von Hilfe in Stunden gemessen werden. Der Berberfuhrer und das Hilfsfahrzeug andern die Gleichung — aber die Abgelegenheit ist real und ist der Sinn.
Mindestens 2 Teilnehmer. Maximal 12 (6 Fahrzeuge). Jede Abfahrt ist privat.
Kontaktiere das Camp zur Planung deines Raids oder sieh die vollstandige Raid-Seite.